|
Nachdem an Land geübt wurde, den Kite in die Luft zu bringen und zu steuern, folgt nun der Schritt ins Wasser. Am Anfang empfiehlt sich das Üben in Strandnähe. Am besten beginnt man mit dem Kiten lernen in knie- bis hüfttiefem ruhigen Wasser mit Sandboden und reichlich viel Platz. Denn da der Kite stark nach Lee zieht, kann es besonders Anfängern passieren, schnell und unkontrolliert in diese Richtung gezogen zu werden. Das bedeutet, dass sich Richtung Lee innerhalb von 60 Metern, mindestens jedoch der zweifachen Leinenlänge, keine Hindernisse wie Felsen, Bäume, Sträucher, Häuser oder sonst irgendetwas befinden sollten. Bei dem Sicherheitsabstand geht es auch um die Sicherheit Anderer. Nichts ist in der Kiteszene uncooler, als durch Unvermögen zu einer Gefahrenquelle zu werden. Wenn der Kitesurfer den Schirm aus der Power Zone sinken lässt, kann er auf Spaziergänger, Zuschauer oder Kinder herunterrasen und sie schwer verletzen.
Auch die Leinen bedeuten Gefahr für Menschen, die sich im Flugbereich des Schirms aufhalten. Wie bereits erwähnt, lässt es sich beim Kiten lernen kaum vermeiden, am Anfang nach Lee abgetrieben zu werden.
In Richtung Lee sollte daher auch größtmöglicher Abstand zu Häfen, Schiffen und Schifffahrtsstrassen allgemein gehalten werden.
Hat man nun ausgiebig am Strand Drachen steigen lassen geübt, kann es ins Wasser gehen. Für den ersten Kick, den sogenannten Body Drag. Das ist die beste Übung, um das Kite im Wasser richtig zu beherrschen. Und der Slide macht Spass! Man bekommt ein Gefühl für die Zugkraft des Kites und schult sein Fluggefühl. Außerdem kann man so unkontrollierte Stürze trainieren, damit diese bald der Vergangenheit angehören!
Die nächste Stufe nach dem Body Drag ist der Wasserstart.
Die ersten Meter werden schwerelos gleitend gesurft... Ein Kitesurfer ist geboren!
|